Was bei einem Todesfall zu bedenken ist

Hilfreich ist es, schon zu Lebzeiten über Tod und Bestattung zu sprechen. Dann wissen die Angehörigen, was im Sinne ihres Verstorbenen ist.

Zu benachrichtigen sind:

Verwandte und Freunde zum Abschiednehmen,
Nachbarn, die unterstützen und helfen können. 
Arzt: Er muss den Totenschein ausstellen. Bestätigt er eine natürliche Todesart, so ist der Verstorbene zur Bestattung freigegeben.
Bestatter für die Überführung des Leichnams,
Pfarramt zur Aussegnung und Terminabsprache,
Standesamt zur Ausstellung der Sterbeurkunde


In Ruhe Abschied nehmen

Nach Eintritt des Todes kann man bis zu 4 Stunden warten, bis man den Arzt informiert. Der Verstorbene darf bis zu 24 Stunden in der Wohnung bleiben, bis er in eine öffentliche Leichenhalle überführt wird. So können die Angehörigen in Ruhe Abschied nehmen. Auch im Krankenhaus ist das oft möglich.
Als Liebeserweis an den Verstorbenen kann man den Toten versorgen: ihn flach betten, ihm die Augen schließen, das Kinn mit einem kleinen Kissen abstützen, in die zusammengelegten Hände eine Blume oder ein Kreuz legen. Vielleicht eine Kerze anzünden. Auf kühle Raumtemperatur achten. Das Abschiednehmen und Verweilen beim Toten ist wertvoll und unwiederbringlich.


Aussegnung (EG 835)

Vor der Überführung des Leichnams kann man ihm den Sterbesegen geben. Wenn Sie es wünschen, kommen auch wir Pfarrer zu einer Aussegnung.
Es segne dich Gott, der Vater,
der dich nach seinem Ebenbild geschaffen hat.
Es segne dich Gott, der Sohn,
der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat.
Es segne dich Gott, der Heilige Geist, 
der dich zum Leben gerufen und geheiligt hat.


Bestattungsunternehmen beauftragen

Die Regie für den Friedhof liegt in Gräfelfing bei der Firma Denk, in Planegg bei der Gemeinde Planegg, in Krailling bei der Firma Zirngibl. Sie können aber jedes Bestattungsunternehmen wählen. Wichtig ist, dass Sie genau festlegen, was Sie selber erledigen und wofür sie zu welchen Kosten den Bestatter beauftragen.  
Gemeinsam mit Bestatter, Friedhof und Pfarrer ist die Art der Bestattung, der Grab- oder Urnenplatz, der Ort und die Zeit der Trauerfeier zu bestimmen. Auf den Münchener Friedhöfen sind die Zeitvorgaben sehr knapp. Im Würmtal ist mehr Zeit. Bei einer Feuerbestattung kann die Feier vor der Verbrennung oder bei der Urnenbeisetzung stattfinden. Das macht Sinn, wenn Angehörige erst dann kommen können.
Wenn Sie das wollen, gehen wir Pfarrer auch sonst noch einmal mit zur Urnenbeisetzung.


Traueranzeige

Sie gibt den Tod eines Menschen mit Namen und Lebensdaten bekannt. Sie nennt Zeit und Ort der Bestattung sowie die Traueradresse. Statt Blumen können Sie um eine Spende für einen guten Zweck bitten. Eine christlich gestaltete Anzeige enthält auch ein christliches Zeichen oder ein Bibelwort.


Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin

Man trifft sich - möglichst ungestört - im Pfarrhaus oder bei den Angehörigen zu Hause. Die Hinterbliebenen berichten vom Leben und Sterben ihres Toten. Es ist genug Zeit, dass sie von ihrer Trauer, ihrem Schmerz und auch von ihrer Dankbarkeit erzählen können. Für den Seelsorger ist das Hören wichtig, damit er das Begräbnis persönlich gestalten kann.

 

Kirchliche Bestattung

Sie beginnt mit einem Gottesdienst in der Aussegnungshalle. Das Leben des Verstorbenen kommt zur Sprache. Von einem Bibelwort aus will die Predigt trösten und die Hoffnung auf Auferstehung weitergeben. Mit Gebeten und Liedern begleitet die Gemeinde den Toten und die Angehörigen. Wir Pfarrer nehmen gern passende Text- oder Liedwünsche auf und sind bei der Auswahl behilflich. Auch vermitteln wir Kirchenmusiker zur Orgel-Begleitung.
Am Grab segnet der Pfarrer den Verstorbenen. Der Erdwurf ins Grab macht deutlich, dass der Mensch von der Erde genommen ist und zur Erde zurückkehrt. Es folgt ein Wort von der Auferstehung, Gebet, Vater Unser und Segen. Der Pfarrer kann in Ihrem Namen darum bitten, auf Beileidsbezeigungen zu verzichten. Und er kann sagen, wo sich die Trauergemeinde oder ein Teil von ihr anschließend trifft.


Abkündigung und Fürbitte 

Die Waldkirchengemeinde betet im nächsten Gottesdienst für ihre Verstorbenen und am Ewigkeitssonntag lädt sie die Angehörigen zum Gedenken ein.